Nach 0:2-Rückstand doch noch Sieg in der Nachspielzeit

Drei Spiele, drei Siege – der Saisonstart ist uns in der Bezirksliga gelungen. Allerdings war beim späten 3:2-Heimsieg über die Drittvertretung des Niendorfer TSV längst nicht alles Gold, was am Ende glänzte.

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Gute Besserung Luca.

Denn der Start in die Partie verlief denkbar schlecht: Nach sieben Minuten war Torwart Victor im strömenden Regen am Lokstedter Steindamm nicht schnell genug – und ließ sich den Ball vom Fuß ins eigene Tor spitzeln. In der Folge gehörte der Ball meist uns, die besseren Chancen hatte aber der Gast: Immer wieder führten einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung zu schnellen Niendorfer Gegenstößen. Und so dauerte es auch nicht lange bis zum nächsten Gegentor – 0:2. Danach gewannen wir etwas mehr an Sicherheit und kamen selbst zu einigen vielversprechenden Offensivaktionen, unter anderem durch Michele (30.).

Kurz vor der Pause kam es dann ganz dicke: Bei einem heftigen Foul eines Niendorfers verletzte sich Linksverteidiger Luca so schwer an der Schulter, dass er per Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste (40.). Die Partie wurde deswegen knapp 15 Minuten unterbrochen – und unser Team war nach der Szene umso entschlossener, das Spiel für Luca zu drehen und zu gewinnen!

Auf dem Platz war das sofort zu spüren: Mit wesentlich mehr Schwung und vor allem Glauben kamen wir aus der Kabine, brachten die Niendorfer nun durch schnelle Kombinationen immer mehr ins Schwimmen und erzielten durch Takaya folgerichtig den Anschluss. Jetzt war die Verunsicherung der Gäste greifbar – das nutzten unsere Männer für den Doppelschlag: Nur vier Minuten später knallte Michele den Ball aus wenigen Metern zum verdienten Ausgleich in die Maschen.

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Aufwärmen mit Siegerbier.

Danach beruhigte sich das Geschehen etwas. Bis zur Nachspielzeit: Wieder war es Michele, der 25 Meter vor dem Tor an die Kugel kam, einen Gegenspieler aussteigen ließ und den Ball mit der letzten Aktion des Spiels unhaltbar ins linke Eck knallte – 3:2!

Danach brachen alle Dämme, der Jubel war nach dem harten Kampf und der Willensleistung im Dauerregen zurecht groß und der Sieg durch die starke zweite Hälfte letztlich nicht unverdient. Am kommenden Freitag geht es gegen die Zweitvertretung von Eintracht Norderstedt ins nächste Punktspiel – vielleicht mit einem etwas weniger nervenaufreibenden Sieg…

Tore:
0:1 Gehrke (7.)
0:2 Gehrke (24.)
1:2 Takaya (63.)
2:2 Michele (67.)
3:2 Michele (90. +2)